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Kriegs- und Krisenzeiten in Feuerthalen

1914 – 1918

Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges bedeutet auch für Feuerthalen eine Zäsur. Wie überall in der Schweiz müssen die Feuerthaler Männer zum Schutz der Grenzen Hunderte Tage Militärdienst leisten. Der Sold ist gering und einen Ersatz für den Lohnausfall gibt es noch nicht. Das führt zu teilweise gravierenden Notsituationen in vielen Familien.

Die schwierige wirtschaftliche Situation grosser Bevölkerungsteile und das Unverständnis, mit dem der Staat darauf reagiert, führt zu einer äusserst angespannten Situation zwischen den sozialen Gruppen. Diese ist vor allem in den Städten virulent, prägt in diesen Jahren aber auch die Feuerthaler Parteien. 1918 kommt es zum Generalstreik. Überall in der Schweiz stellen Arbeiter und Arbeiterinnen ihre Tätigkeiten für 48 Stunden ein. Auch in Feuerthalen gehen Arbeiter für ihre Anliegen auf die Strasse: Für die Einführung der AHV, für die 48-Stunden-Woche, für das Frauenstimmrecht und soziale Gerechtigkeit. Gegen die Streikenden wird die Armee aufgeboten. Nach ersten Schiessereien und Toten (in Grenchen) wird der Streik abgebrochen. Der Landesstreik hat mit seinen Forderungen unmittelbar keinen Erfolg, ebnet aber den Weg zu deren späterer Umsetzung.

Der Generalstreik von 1918 war eine der härtesten Konfrontationen zwischen Arbeitern und Bürgertum – auch in Feuerthalen.
Der Generalstreik von 1918 war eine der härtesten Konfrontationen zwischen Arbeitern und Bürgertum – auch in Feuerthalen.

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