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Flüchtlingsstadt Schaffhausen – Flüchtlingsort Feuerthalen

1945

Gegen Kriegsende bringen sich immer mehr Menschen durch Flucht in die Schweiz in Sicherheit. Für die Flüchtlinge, die in Schaffhausen die Grenze überqueren, wird zwar festgelegt, dass sie unverzüglich auf weitere Gemeinden verteilt werden. Im April 1945 aber schwillt der Flüchtlingsstrom derart an, dass die ganze Logistik zusammenbricht. Innert Stunden sieht sich die Stadt Schaffhausen mit mehreren tausend Flüchtlingen konfrontiert, die Hilfe benötigen. Die Stadt handelt schnell und pragmatisch. Sämtliche Räume, die sich irgendwie nutzen lassen, werden für die Flüchtlinge geöffnet. Auch die benachbarten Gemeinden bieten Hand. In Feuerthalen werden in der Turnhalle und auf dem Areal der Firma Amsler je 300 Flüchtlinge untergebracht. Diese solidarische Hilfe lindert die erste grosse Not und ermöglicht es den zuständigen Stellen, schon bald nachhaltigere Lösungen für die Flüchtlinge vorzukehren.

Im April 1945 fliehen Tausende über die Schaffhauser Grenzen vor den Kriegswirren in die Schweiz.
Heinrich Sutermeister auf einer Aufnahme aus dem Jahr 1982.

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