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Ein Brückenjuwel mit kurzer Lebensdauer

1755 – 1799

 

Das eigentliche Juwel unter den Feuerthaler Rheinbrücken ist das dritte Bauwerk. Den Auftrag dafür erhält der berühmte Teufener Unternehmer und Baumeister Hans Ulrich Grubenmann (1709 - 1873). Grubenmann hat sich bereits zum Zeitpunkt der Auftragsvergabe einen hervorragenden Ruf als Erbauer von Holzbrücken, Landkirchen und Herrschaftshäusern erworben. Ursprünglich plant Grubenmann, den Rhein mit einem einzigen Bogen zu überspannen. Das ist den Schaffhausern aber zu wenig sicher. Deshalb entscheidet sich der Baumeister für eine zwei-jochige Brücke. 1756 ist Baubeginn. Die Einweihung erfolgt zwei Jahre später. Das Bauwerk darf sich wahrlich sehen lassen. Für das Dach werden beispielsweise nicht weniger als 400'000 Schindeln verwendet.
Aber lang können sich die Schaffhauser und Feuerthaler nicht an der Brücke erfreuen. 1799 kämpfen die Truppen Napoleons in Stockach gegen die Truppen Österreichs. Als sie die Schlacht verlieren, ziehen sie sich über die Rheinbrücke auf Schweizer Territorium zurück. Um die Österreicher am Nachrücken zu hindern, zünden sie die Brücke an. Sie soll fünf Stunden gebrannt haben. Während des Rückzuges der Franzosen bombardieren die Österreicher von Schaffhausen aus Feuerthalen und zerstören zahlreiche Häuser.
Sechs Jahre wird nun die Verbindung zwischen Feuerthalen und Schaffhausen mit einer Fähre sichergestellt. 1804 macht man sich endlich an den Bau einer neuen Brücke. Sie wird 1805 fertiggestellt und hält, bis 1961 die neue Rheinbrücke erstellt wird.

 



Grubenmannsche Brücke.

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