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Von Viehzucht und Ackerbau zu Weinbau

1586 / 1685

In Feuerthalen und Langwiesen sind im Mittelalter Ackerbau und Viehzucht wichtige landwirtschaftliche Erwerbszweige. Für Feuerthalen geht dies aus einem Holzschnitt von Johannes Stumpf hervor, den dieser 1586 in seiner Schweizer Chronik abdruckt. Darauf ist ein Feuerthaler Gehöft abgebildet, dessen Gebäude unmissverständlich auf diese beiden landwirtschaftlichen Erwerbszweige hindeuten. Für Langwiesen liegt ein Ausschnitt aus dem Kartenwerk von Johannes Ziegler von Schaffhausen aus dem Jahr 1685 vor. Dieses zeigt das Dorf als geschlossene, durch eine klare Begrenzung mit einem Zaun und durch eine engmaschige Bauweise charakterisierte Siedlung. Dies ist typisch für ein Dorf, das nach dem System der Dreifelderwirtschaft organisiert ist, und ebenfalls Ackerbau und Viehzucht betreibt.
Ein wichtiger Landwirtschaftszweig ist jedoch bereits früh auch der Weinbau. In Feuerthalen und Langwiesen besitzen verschiedene Grundherren Weinberge. In Feuerthalen beispielsweise das Schaffhauser «Spital vom Heiligen Geist» in Langwiesen der Bischof von Konstanz, sowie das Kloster Paradies. Die Bauern von Feuerthalen und Langwiesen besitzen keine eigenen Weinberge, sondern bewirtschaften diese für ihre Grundherren.
Der Weinbau steigt in der frühen Neuzeit zum dominierenden Landwirtschaftszweig auf, während Ackerbau und Viehzucht an Bedeutung verlieren. Die beiden Zweige können sich wegen den im Vergleich mit den umliegenden Dörfern eher schlechten Verhältnisse nicht halten.



Langwiesen um 1685 aus einem Ausschnitt aus der Karte von Joahnnes Ziegler von Schaffhausen

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