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Ein Geschenk als Lebens- und Friedensversicherung

876 n. Chr.

Um 850 schenkt Wolvene zahlreiche seiner Ländereien, dem Kloster Rheinau. Die Schenkung umfasst auch die Gebiete, die später zur Herrschaft Laufen gehören werden. Darunter befindet sich auch das kleine Dorf Langwiesen. Wolvene ist damals in heftige Machtkämpfe mit seinen Verwandten verwickelt, in denen es unter anderem um die Rechte am Kloster Rheinau geht. Das Kloster selber soll wegen dieser Kämpfe kurz vor dem wirtschaftlichen Ruin gestanden haben. Die Schenkung eröffnet neue Einkommensquellen und sichert damit das Überleben des Klosters. Kurz darauf schenkt der Adlige zahlreiche weitere Güter dem Kloster Rheinau. Mit diesen Schenkungen sichert sich Wolvene unter anderem den Schutz des Königs.
Etliche Jahre später wird Wolvene Abt des Klosters Rheinau. Unter ihm erlebt es einen namhaften wirtschaftlichen Aufschwung. Nun ist es ihm ein Anliegen, die Zerwürfnisse mit seiner Verwandtschaft beizulegen. 876 trifft er in Eschenz mit seinem Cousin Graf Gozbert zusammen. Wolvene übergibt Graf Gozbert aus dem Rheinauer Klosterbesitz die Herrschaft Laufen, zu der auch Langwiesen gehört, sowie zahlreiche weitere Güter. Gozbert vermacht dem Kloster Rheinau im Tausch ebenfalls zahlreiche Güter, darunter die Dörfer Erzingen, Jestetten und Hofstetten. Dieser Gütertausch wird urkundlich besiegelt, womit Langwiesen das erste Mal urkundlich erwähnt wird. 878 bestätigt Wolvene in einer zweiten Urkunde die Schenkung nochmals und umschreibt die getauschten Güter genauer.



Das Wappen von Langwiesen.

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