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Die Schule als Nebenfach

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Die Schule hat in den Dörfern des Kantons Zürich bis 1831 einen geringen Stellenwert. Das hat zum einen mit den Lehrern zu tun: Sie sind schlecht bezahlt und müssen, um über die Runden zu kommen, in aller Regel einem Nebenerwerb nachgehen. Das ist auch in Feuerthalen nicht anders. Der Schulmeister unterrichtet in seiner Wohnstube und treibt daneben ein Handwerk. Einziges Lehrmittel ist der Katechismus, mit dem man lesen lernt. Zusätzlich "malen" die Schüler Buchstaben, damit sie mindestens den eigenen Namen kritzeln können. Die Knaben dürfen zusätzlich etwas Rechnen lernen, für Mädchen wird dies als unnötig erachtet.
Auch für die Kinder ist der Besuch der Schule aber eher nur eine Nebensache. Kinder müssen in erster Linie zu Hause auf dem Hof oder im Gewerbebetrieb helfen. Sie sind für die auf sehr bescheidenen Fuss lebenden Familien unentbehrliche Arbeitskräfte. Die Schule wird deshalb nur besucht, wenn es die Arbeit zu Hause erlaubt.

 



Die Bibel ist das wichtigste
Lehrmittel der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Schule.

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