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Das Fürstengut entsteht

1600

Der Grundstein zum späteren Fürstengut wird vor 1600 gelegt. Damals ist das Gebäude aber erst eine einfache Scheune. Der Aufstieg des Fürstengutes zum stattlichen Herrenhaus beginnt um 1600. Damals erwirbt die Schaffhauser Familie Oschwald das Gebäude und baut es zu ihrem repräsentativen Landsitz aus. Die Familie Oschwald gehört zu den einflussreichsten Schaffhauser Geschlechtern. Sie stellt zahlreiche Ratsherren, Offiziere, Pfarrer und Landvögte.
Lange kann sich die Familie Oschwald ihres Besitzes aber nicht erfreuen. 1625 gerät Hans Kaspar Oschwald in wirtschaftliche Schwierigkeiten und muss Konkurs anmelden. Nun müssen die Oschwalds das Haus verkaufen. Käufer ist David Werdmüller. Werdmüller ist der Sohn eines sehr erfolgreichen Zürcher Textilkaufmanns. Ihm selber eilt allerdings ein zweifelhafter Ruf voraus. Er ist in verschiedene zwielichtige Geschäfte verwickelt, wird der Falschmünzerei angeklagt und stirbt später als Söldner in Italien. Er bleibt nur ein Vierteljahr Besitzer des Hauses.
Der neue Käufer ist der deutsche Reichsmarschall Maximilian von Pappenheim, Landgraf zu Stühlingen. Für Pappenheim bildet das Gut inmitten des Dreissigjährigen Krieges (1618 bis 1648) eine wichtige Zufluchtsstätte. In diesem Krieg sind die kleineren Adelsgeschlechter, zu denen von Pappenheim zählt, den marodierenden Söldnerheeren weitgehend hilflos ausgeliefert. Als 1634 Schweden den süddeutschen Raum heimsucht und den Menschen das Leben schwer machen, lässt sich von Pappenheim tatsächlich vorübergehend in Feuerthalen nieder. 1638 stirbt der Landgraf. Das Haus erbt seine Tochter Maximiliana, die seit 1631 mit dem Generalfeldwachtmeister Rudolf Graf von Fürstenberg verheiratet ist.



Das Fürstengut geht auf das 16. Jahrhundert zurück

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