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Auf und ab im Sog der Stadt Schaffhausen

1900 – 1920

Wie sehr Feuerthalen sein Schicksal zu Beginn des 20. Jahrhunderts bereits mit der Stadt Schaffhausen verbunden hat, zeigt sich kurz nach der Jahrhundertwende. Die ersten grossen Fabriken Schaffhausens haben sich im 19. Jahrhundert am westlichen Rheinufer und im Mühlental niedergelassen. Dieses Industriegebiet ist von Feuerthalen aus gut zu Fuss erreichbar, weshalb viele Arbeiter in Feuerthalen ihren Wohnsitz nehmen. Auch der Bau der Eisenbahn sorgt nochmals für einen Bevölkerungsschub. Die Einwohnerzahlen wachsen rasch von 979 Personen (1879) auf 2481 Personen (1910). Dann verlagert sich die industrielle Entwicklung Schaffhausens. Das Industriegebiet Ebnat bietet bessere Entwicklungsmöglichkeiten als die bereits weitgehend überbauten altstadtnahen frühindustrialisierten Areale am Rhein und im Mühlenthal. Der Ebnat ist aber von Feuerthalen deutlich weiter entfernt. Sofort ziehen einige der Arbeiterfamilien aus Feuerthalen weg. Der erste Weltkrieg sorgt für eine weitere Dämpfung, da viele der italienischen Arbeiter nun ebenfalls Feuerthalen verlassen. Die Bevölkerungszahlen wachsen nur noch sehr langsam. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg ziehen die Wachstumsraten wieder kräftig an – analog zum wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt Schaffhausen.

Blick vom Schaffhauser St. JBlick von Feuerthalen auf das Kammgarnareal. Solange die Industrie quasi in Sichtweite war, war Feuerthalen als Wohnort der Arbeiter privilegiert.ohann-Turm nach Feuerthalen um 1900.
Blick von Feuerthalen auf das Kammgarnareal. Solange die Industrie quasi in Sichtweite war, war Feuerthalen als Wohnort der Arbeiter privilegiert.

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