Die Nashörner und Hirschferkel der Zwischeneiszeit

120'000 – 60'000 v.Chr.

In der Zwischeneiszeit entwickelt sich vielfältiges Leben in unserer Region. Die Tierwelt erinnert an die afrikanische Fauna von heute. Zweifellos haben im Gebiet des heutigen Feuerthalens Nashörner gelebt, denn in den Kalktuffen wurden Nashornknochen gefunden. Das Feuerthaler Nashorn unterscheidet sich in verschiedener Hinsicht von den heutigen Nashörnern. Auch Knochen von Edelhirschen und Rindern sind gefunden worden, ebenso ein Teil eines Unterkiefers eines Hirschferkels. Hirschferkel, man nennt sie auch Zwergböckchen – kommen heute noch in den Tropen vor und gelten als urtümlichste Gruppe der Wiederkäuer.  Dies alles lässt vermuten, dass in den Wäldern von Feuerthalern sehr viele Tierarten gelebt haben. Dazu zählen neben den bereits erwähnten Tieren auch Wald-Elefanten, Elche, Rehe, Wildschweine und Auerochsen, ebenso Bären, Wölfe, Katzen, Pferde, Rentiere und verschiedene Nager. Allerdings sind von diesen Tierarten keine Funde aus Feuerthalen vorhanden, jedoch von anderen Fundorten mit vergleichbarer Fauna.
Ebenso vielfältig dürfte die Pflanzenwelt gewesen sein. Die Region des nachmaligen Feuerthalens wird in der Zwischeneiszeit durch einen Laubwald geprägt, in dem Buchsbaum, Bergahorn, Sommerlinde, Efeu, Riesenschachtelhalm, Nickende Segge und Rasenschmiele gedeihen. Von diesen Pflanzen sind ebenfalls Versteinerungen gefunden worden. Man geht aber davon aus, dass die Pflanzenvielfalt noch viel reichhaltiger war. Zum typischen zwischeneiszeitlichen Wald gehören auch Spitzdorniger Weissdorn, Sahlweide, Spitzahorn, Haselnuss, Faulbaum, Esche, Weisstanne Eibe, Blutroter Hornstrauch.

 

Der versteinerte Kieferteil eines Hirschferkels.

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