Betreibungsverfahren

Die Betreibung auf Pfändung ist am häufigsten und erfolgt, wenn keine der beiden anderen Betreibungsarten anwendbar ist, also vor allem gegen nicht im Handelsregister eingetragene Privatpersonen, ausserdem für alle öffentlich-rechtlichen Forderungen wie Steuern oder AHV-Beiträge. Es findet eine Einzelvollstreckung statt, das heisst: Es wird vom Vermögen oder Einkommen des Schuldners nur so viel beschlagnahmt (gepfändet) als nötig ist, um die Forderung des Gläubigers zu decken (Art, 42, 43 SchKG).

Die Betreibung auf Konkurs wird angewendet gegen im Handelsregister eingetragene Firmen und Firmenteilhaber, die in Art. 39 SchKG abschliessend aufgezählt sind, bei letzteren auch für ihre privaten Schulden. Es findet eine Gesamtvollstreckung statt, das heisst: Das ganze Vermögen des Schuldners - mit Ausnahme der Kompetenzstücke - wird beschlagnahmt und liquidiert. Alle Gläubiger werden durch das Konkursamt aufgefordert, ihre Forderungen anzumelden.

Die Betreibung auf Pfandverwertung ist ein kürzeres und für den Gläubiger erst noch sichereres Verfahren als die Pfändung oder der Konkurs. Wenn sich nämlich der Gläubiger vom Schuldner ein Faustpfand oder Grundpfand geben liess, ist keine Pfändung nötig, sondern nur noch die Verwertung dieses Pfandes. Die Pfandverwertung ist ebenfalls eine Einzelvollstreckung. Sie wird auch gegen Schuldner angewendet, die im Handelsregister eingetragen sind und sonst eigentlich dem Konkurs unterliegen würden (Art. 41 SchKG).

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